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2. Financial Community Update
Die Beweggründe der Investoren – aus zwei verschiedenen Blickwinkeln

  Mit dem Ziel, Wissen zu vermitteln und eine Plattform für Begegnungen innerhalb der Finanzgemeinde zu schaffen, wurde die Veranstaltungsreihe „Financial Community Update“ im Frühjahr 2002 ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt des zweiten Anlasses in dieser Reihe, der am 25. November 2002 im Steigenberger Hotel Bellerive au Lac durchgeführt wurde, stand die Analyse der Verhaltungsmuster von institutionellen Investoren aus zwei verschiedenen Blickwinkeln.
Welche Möglichkeiten Unternehmen haben, um mehr über die Sichtweise ihrer institutionellen Investoren zu erfahren, skizzierte Les Pugh von Makinson Cowell, dem angelsächsischen Partner von Wirz Investor Relations. Makinson Cowell hat einen speziellen „Capital Market Audit“ entwickelt, der Aufschluss über qualitative und quantitative Beweggründe von Aktieninvestments gibt.
Mit der Feststellung “Verkaufen ist schwierig, einkaufen noch schwieriger“, leitete Mario Fontana, Verwaltungsrat mehrerer Schweizer Gesellschaften, das Gespräch mit Georg von Wyss, Manager des Classic Global Equity Fund, ein. Offen und unverblümt erklärte von Wyss, wie Aktien für seinen Fonds ausgewählt werden: Durch gründliche Analyse im Value-Stil. Investiert wird nur in Firmen, in die Vertrauen besteht. Verfolgt wird eine langfristige Anlagestrategie – im Schnitt verbleiben die Titel drei Jahre im Fonds – zum Teil länger als die heutigen Wirtschaftsführer in ihrem Amt! Als „hystérie du jour“ bezeichnete von Wyss das Thema Corporate Governance. Erhöhte Transparenz mache es wohl schwieriger, etwas zu verschleiern, doch zuviel Regulierung könne auch störend sein. Gefragt sei ein transparentes Cash-Flow-Statement und ein Management, das die Bilanzzahlen erklären könne.
 
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